Auf einer Hochzeit begegnen sich oft Menschen, die sich vorher noch nie gesehen haben. Familie, Freunde und Kollegen kommen zusammen, feiern – und lernen sich langsam kennen. Genau hier können kleine Hochzeitsspiele eine schöne Brücke bauen. Sie lockern die Stimmung auf und sorgen für gemeinsame Momente, über die später noch lange gesprochen wird.
Das Spiel „Die Eheberatung“ gehört zu den ruhigeren, aber besonders unterhaltsamen Programmpunkten einer Hochzeitsfeier. Mit einem Augenzwinkern wirft es einen Blick in die Zukunft des frisch verheirateten Paares. Eine fiktive Beratungsszene zeigt, wie das Leben der beiden vielleicht in einigen Jahren aussehen könnte – und sorgt dabei fast immer für viele Lacher.
Die Idee dahinter ist einfach: Freunde oder Trauzeugen spielen eine kleine Szene nach, in der das Brautpaar – oder ein „älteres“ Ehepaar – eine Eheberatung besucht. Dabei kommen typische Alltagssituationen zur Sprache, die viele Paare nur zu gut kennen. Gerade diese Mischung aus Humor, kleinen Wahrheiten und liebevollen Übertreibungen macht den Reiz des Spiels aus.
In diesem Ratgeber erfahrt ihr, wie das Hochzeitsspiel „Die Eheberatung“ funktioniert, wann es am besten in das Hochzeitsprogramm passt und wie ihr daraus einen unvergesslichen Moment für Brautpaar und Gäste machen könnt.
Die Eheberatung – Hochzeitssketch Anleitung
Spielmaterial:
- Tisch (am besten ein Schreibtisch mit Utensilien)
- 3 Stühle
- Moderator (der das Spiel ansagt)
- 1 Person spielt den Eheberater(in)
- Eine Frau und ein Mann spielen Ehefrau & Ehemann (beide auf ‚alt‘ gekleidet)
Sketch Anleitung „Die Eheberatung“
Moderator:
Liebes Brautpaar, sehr geehrte Gäste,
wir laden Sie nun zu einer kleinen Zeitreise in das Jahr 25 nach Eheschließung ein. Nehmen Sie bitte Platz in unserer Zeitmaschine und reisen Sie mit uns zu einem Zeitpunkt im *__________ (Monat / Jahr; 25 Jahre später)
Sie sehen hier das Büro einer Eheberatungsstelle. Der/die Eheberater(in) sitzt hinter dem Schreibtisch. Ihm gegenüber ein „älteres“ Ehepaar. Sie offen und resolut, er eher etwas schüchtern und reserviert, es könnte sich also um unser Hochzeitspaar handeln. Aber hören sie doch einfach mal zu, vielleicht lernen sie ja noch etwas dabei!
Eheberater(in):
Nun, liebes Ehepaar *__________ (Nachname des Ehepaares), ich finde es ganz mutig von Ihnen, dass sie hierher in die Eheberatungsstelle gekommen sind, um mit mir Ihre Partnerprobleme zu besprechen. Wissen Sie, gerade älteren Ehepaaren fehlt oftmals der Mut, uns aufzusuchen. Dabei handelt es sich doch meistens nur um Kommunikationsprobleme zwischen den Partnern. Sie trauen sich einfach nicht freimütig über diese … na, Sie wissen schon …, äh …, heiklen Dinge zu sprechen.
Also, liebes Ehepaar *__________ (Nachname des Ehepaares), worum geht es denn bei Ihnen? Wo liegt Ihr Problem?
Sie: Ja, äh … es ist so – mein Mann kann nicht mehr, … hm, … die ehelichen Pflichten …, Sie verstehen?
Er: Das stimmt so aber nicht! Ich kann schon noch, bloß, ich will nicht mehr!
Eheberater(in):Sie wollen also wirklich nicht mehr, Herr *__________ (Nachname des Ehemannes)?
Er: Genau! Wenn man nämlich bisher immer gemusst hat, dann …, dann kommt halt einfach mal der Zeitpunkt, wo man nicht mehr müssen will … ganz einfach, weil man nicht mehr wollen kann.
Sie: Dabei hat er früher immer so gerne gewollt…
Er: Tja, damals wollte ich, – da musste ich auch noch nicht wollen.
Sie: Zu Beginn unserer Ehe, da war er froh, wenn er mal durfte, da hat er immer gerne…
Eheberater(in): Ahja, sehr interessant, wie lange sind Sie denn schon verheiratet?
Sie: Seit 25 Jahren.
Eheberater(in): Und, bitte gestatten Sie mir die Frage, wie oft haben Sie denn so in der Woche, …?
Sie: Jeden Tag natürlich!
Eheberater(in): (erstaunt) Jeden Tag, Frau *__________ (Nachname der Ehefrau)? Oh!!!
Er:… und das 25 Jahre lang! Stellen Sie sich das nur mal vor.
Eheberater(in): Da muss ich Ihrem Mann recht geben, Frau *__________ (Nachname der Ehefrau), das ist schon eine gewisse körperliche Belastung.
Sie: Ach was, er hat sich dabei nie groß angestrengt.
Er: Wie soll man auch, wenn man dabei nie ein aufmunterndes Wort erhält, … kein Lob und nichts…
Eheberater(in): Sie wollen also in Zukunft nie mehr, Herr *__________ (Nachname des Ehemannes)?
Er: Nun ja, vielleicht noch ab und zu, es gehört ja irgendwie zum Eheleben, … aber auf keinen Fall mehr jeden Tag!
Sie: Und wenn du nicht mehr mit mir willst, dann soll ich wohl zusehen, wie ich alles alleine mache? Nein, dazu habe ich keine Lust!
Eheberater(in): Aber, vielleicht würde das eine ganz neue Dimension in Ihre Beziehung bringen. Wenn Sie mir die Frage erlauben, wo hat es denn bislang stattgefunden und in welcher Stellung?
Sie: Ja …, äh, … eigentlich immer nur in der Küche, und grundsätzlich im Stehen.
Eheberater(in): Immer im Stehen? In der Küche, 25 Jahre lang …, jeden Tag! Na ja, wenn Sie dabei Ihre sexuelle Erfüllung gefunden haben, bitte … warum nicht!
Beide: (schauen sich verwundert an und sagen gleichzeitig)
Sexuelle was bitte??? Wir reden vom GESCHIRRSPÜLEN!!!