Die amerikanische Versteigerung gehört zu den Hochzeitsspielen, die Tradition und Unterhaltung auf besondere Weise miteinander verbinden. Meist wird dabei der Brautschuh oder das Strumpfband versteigert – allerdings mit einer ganz besonderen Regel. Dadurch können alle Gäste mitbieten, ohne tief in die Tasche greifen zu müssen.
Das Ergebnis: jede Menge Spannung, viele Lacher und ganz nebenbei eine kleine Finanzspritze für die Flitterwochenkasse des Brautpaares.
So funktioniert die amerikanische Versteigerung
Traditionell wird der Braut im Laufe des Abends einer ihrer Schuhe „entführt“. Anschließend übernimmt ein möglichst schlagfertiger Auktionator die Versteigerung und präsentiert den Brautschuh der Hochzeitsgesellschaft.
Damit alles reibungslos abläuft, stehen ihm zwei Helfer zur Seite. Sie sammeln während der gesamten Auktion das Geld der Bieter ein und behalten den Überblick.
Bevor die Versteigerung beginnt, lohnt es sich, eine ungefähre Dauer festzulegen und ausreichend Wechselgeld bereitzuhalten. So können alle Gäste problemlos mitmachen.
Der besondere Unterschied zur klassischen Versteigerung
Die amerikanische Versteigerung unterscheidet sich in einem wichtigen Punkt von einer normalen Auktion.
Geboten wird zwar wie gewohnt immer höher – bezahlt wird jedoch nur die Differenz zum vorherigen Gebot.
Ein Beispiel:
- Das aktuelle Höchstgebot liegt bei 20 Euro.
- Der nächste Gast bietet 25 Euro.
- Er zahlt nicht 25 Euro, sondern lediglich 5 Euro – also die Differenz zum vorherigen Gebot.
Dadurch bleibt das Mitbieten bis zum Schluss spannend. Selbst wenn das Höchstgebot bereits sehr hoch ist, können alle Gäste weiterhin teilnehmen, ohne den gesamten Betrag bezahlen zu müssen.
Der Brautschuh kehrt zurück
Natürlich möchte der Bräutigam am Ende den Brautschuh zurückgewinnen. Deshalb gibt er meist das letzte Gebot ab und erhält schließlich den Zuschlag.
Der Brautschuh geht wieder an die Braut zurück und das während der Auktion gesammelte Geld wandert direkt in die gemeinsame Hochzeits- oder Flitterwochenkasse.
So entsteht eine schöne Tradition, bei der am Ende alle gewinnen.
So wird die Versteigerung noch unterhaltsamer
Der Erfolg der amerikanischen Versteigerung hängt vor allem vom Auktionator ab. Je humorvoller und spontaner er die Gäste zum Mitbieten motiviert, desto mehr Stimmung kommt auf.
Für zusätzliche Unterhaltung sorgen kleine Überraschungen während der Auktion. Zum Beispiel:
- Bei runden Geboten wie 30 €, 40 € oder 50 € erhält der Höchstbietende einen Kuss auf die Wange von Braut oder Bräutigam.
- Bei Schnapszahlen wie 33 €, 55 € oder 77 € gibt es einen kleinen Schnaps oder ein Glas Sekt.
- Wer besonders mutig bietet, darf sich über einen extra Applaus der Hochzeitsgesellschaft freuen.
Gerade diese kleinen Einlagen lockern die Auktion auf und sorgen dafür, dass immer wieder neue Gebote abgegeben werden.
Mein Tipp
Die amerikanische Versteigerung lebt von einer lockeren Atmosphäre. Wichtig ist deshalb, dass niemand zum Mitbieten gedrängt wird und der Spaß immer im Vordergrund steht. Mit einem charmanten Auktionator, einem traditionellen Brautschuh und einer gut gelaunten Hochzeitsgesellschaft wird aus diesem Brauch schnell einer der unterhaltsamsten Programmpunkte des Abends.

