Mitgift / Aussteuer
Die
Aussteuer auch Mitgift oder Heiratsgut genannt, sind Güter, die die
Braut mit in die Ehe bringt. Es gibt zwei Arten der Aussteuer: die
direkte und die indirekte Aussteuer.Die
direkte Aussteuer wird meist von der Verwandtschaft der Braut bezahlt und kommt direkt dem Brautpaar zugute.
Die
indirekte Aussteuer, auch als Morgengabe bekannt, wird von den Eltern des Bräutigams bezahlt. Traditionell geht die indirekte Aussteuer direkt an die Braut und steht somit zu deren freien Verfügung und das gleich nach der Hochzeitsnacht.
Die
Aussteuer soll dem jungen Paar als Starthilfe dienen und Ihnen einen eignen Haushalt ermöglichen. Die Aussteuer dient ebenfalls als finanzielle Unterstützung für die Braut, falls der Ehemann früh stirbt. In einigen Kulturen, in denen Töchter vom Erbe ausgeschlossen sind, kann de Aussteuer auch als vorgezogenes Erbe angesehen werden.
Die Höhe der Aussteuer richtet sich vor allem nach der sozialen Stellung des Bräutigams, dadurch wurden Frauen der niederer sozialen Schichten daran gehindert, in höhere Schichten einzuheiraten und das obwohl es kein Verbot dafür gab.
Der Brauch Aussteuer / Mitgift war in vielen Teilen der Welt verbreitet z. B. Europa, Indien oder Afrika. Der Brauch als solches ist in Europa praktisch nicht mehr üblich, während er in anderen Teilen der Welt erhalten geblieben ist.
Heutzutage ist die
Aussteuer in der deutschen Rechtslage so gehandhabt, das die Ausstattung des Kindes (geschlechtsneutral) durch Schenkung aus dem Elternvermögen anlässlich einer Heirat oder Existenzgründung, kein einklagbarer Anspruch ist.
Weitere Hochzeitsbräuche und Tradtionen