Maschkern/Maskerade
Der
Hochzeitsbrauch des Maschkern ist vor allem in Bayern und einigen Teilen von Österreich sehr weit verbreitet.
Abgeleitet vom Begriff Maskerade, der für Verkleidung bzw. sich verkleiden steht, entstand der Begriff Maschkern, auch oft Maskern oder Maschgern genannt.
Bei diesem Brauch geht es darum, dass junge Leute bzw. Jungendliche und Freunde aus Vereinen und aus dem Heimatort sich verkleiden und auf der Hochzeitsfeier
amüsante Geschichten aus dem Leben der Brautleute erzählen.
Der
Erzähler der Geschichten ist traditionell als
Harlekin verkleidet, bzw. in Österreich als Kasperl. Die Anderen stellen mit Kostümen und Masken die Handlungen nach, die vom Harlekin erzählt wird.
Eine zum Schluss beliebte und wichtige Person, ist die so genannte "
alte Liebe" des Bräutigams, die ein letztes Mal versucht, den Bräutigam von seinen Heiratsvorhaben abzuhalten um stattdessen mit der alten liebe vor den Traualtar zu treten.
Als Dankeschön und Anerkennung für diese Theateraufführung erhalten die Akteure vom Brautpaar eine Mahlzeit.
Weitere Hochzeitsbräuche und Tradtionen